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| Beschlussvorschlag: Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs

Der kombinierte Fuß-/Radweg zwischen Enneper Straße und Koksstraße ist eine ideale Radverbindungsstrecke abseits des Straßenverkehrs. Er verbindet relativ niveaugleicher Haspe und Wehring-hausen und ist deshalb gleichermaßen gut geeignet für Pendler und Freizeitradfahrer. Allerdings besteht an der Kreuzung mit der Straße „An der Kohlenbahn“ eine Gefahrenstelle, die beseitigt wer-den sollte. Diese Maßnahme wird als „H 26“ im Radverkehrskonzept erwähnt.

Die Bezirksvertretung in Haspe hat in ihrer Sitzung am 26.05.2021 unter TOP I.7.3. „Ennepe-Radweg- Aufwertung des südlichen Trassenverlaufes“ über diese Gefahrenstellen beraten.

Dabei hat die Verwaltung vorgeschlagen:

„Der Radweg quert die Straße „An der Kohlenbahn“ höhengleich über ein aufgepflastertes Plateau. Da dem Radverkehr hier Vorrang eingeräumt wird, ist die Ausbildung der Querungsstelle deutlich hervorgehoben. Als Elemente sollen hier rotes Pflaster, Piktogramme, Markierungen und entsprechende Beschilderungen zum Einsatz kommen. Außerdem wird der Bereich mit Tempo 30 km/h ausgeschildert. Das vorhandene Umlaufgitter auf der Westseite wird angepasst. Ebenso die
durch Poller abgetrennt Führung auf der Ostseite.“

Diese Lösung reichte den Bezirksvertreterinnen und –vertretern nicht aus. Sie lehnten die Vorlage aufgrund einer Vielzahl von Bedenken ab. Unter anderem war den Beteiligten nicht glaubhaft zu machen, dass bei einer solchen Gestaltung die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer dauerhaft gewährleistet bleiben würde. Leider enthielt die Vorlage weder eine konkrete Visualisierung der Querung noch ein schlüssiges Konzept zur Sicherung von Fußgängern und Radfahrern. Auf Haltelinien und
Stopp-Zeichen wollte die Verwaltung auf mündliche Nachfragen absehen.

Tatsächlich ist die Kreuzung von „schwachen“ – also ungeschützten – Verkehrsteilnehmern (Radfahrer & Fußgänger) über Verkehrswege von „starken“ – durch Karosserien geschützte – Verkehrsteilnehmern grundsätzlich mit Gefahren verbunden. Diese lassen sich auch nicht vollständig beseitigen. Diese Gefahren lassen sich jedoch mit passenden lokalen Konzepten deutlich verringern. Dabei kann die Verwaltung von den Erfahrungen anderer Kommunen profitieren, die sich bereits früher mit solchen Kreuzungen beschäftigt und entsprechende Erfahrungen gesammelt haben.

Die Fraktionen von CDU, Bündnis90/Grüne und Hagen Aktiv sowie die FDP-Ratsgruppe stellen daher folgenden Beschlussvorschlag zur Sitzung des Umweltauschusses am 16.06.2021:

Die Verwaltung wird beauftragt, …

… beispielhaft für die Querungsstelle „An der Kohlenbahn" bis zum Jahresende 2021 ein neues Konzept zu erstellen, um die Wegeverbindung zwischen Haspe und Gevelsberg – südli-cher Trassenverlauf – für alle Verkehrsteilnehmer sicherer zu gestalten. Dabei sollen Rad-fahrer und Fußgänger Vorrang vor dem motorisierten Verkehr bekommen. Dabei orientiert sich die Verwaltung an bewährten Beispielen anderer Kommunen (siehe Abbildungen in der Begründung). Dabei stellt die Verwaltung dar, mit welchen geeigneten Instrumenten und Mitteln sie die Geschwindigkeit des motorisierten Verkehrs effektiv reduzieren will.

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